Konrad Jarnot ist ein britischer Opernsänger (Bariton) und Gesangspädagoge. Er wurde 1972 in Brighton, UK geboren.
Konrad Jarnot – wenn man seinen Namen hört, denkt man sofort an leidenschaftlichen Gesang, der das Herz berührt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich zum ersten Mal einen seiner Auftritte erlebte – es war, als ob die Musik lebendig wurde. Er ist nicht nur ein Opernsänger, sondern ein wahres Multitalent, das in jeder Hinsicht überzeugt.
Geboren 1972 in Brighton, England, begann Jarnot seine musikalische Reise in bescheidenen Anfängen. Schon früh zeigte sich, dass er mehr war als nur ein gewöhnlicher Sänger. An der Guildhall School of Music and Drama in London, wo er unter dem Einfluss von Rudolf Piernay seine Ausbildung erhielt, wurde sein Talent gefördert – und das nicht ohne Grund.
Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, eine Goldmedaille für Gesang zu gewinnen? Es ist wie im Leben: Manchmal braucht es einfach den richtigen Funken, um das Feuer zu entfachen.
Nach den ersten Schritten an der Guildhall folgten weiterführende Studien und Meisterkurse – etwa an der renommierten Wigmore Hall und in der Bachakademie Stuttgart. Zugegeben, ich hätte fast gedacht, dass seine Ausbildung in einem einzigen Atemzug enden würde, aber nein, er vertiefte seine Technik sogar noch weiter mit Dietrich Fischer-Dieskau.
Das klingt vielleicht ein wenig übertrieben, aber mir erscheint es wirklich beeindruckend, wie kontinuierlich er an sich gearbeitet hat, um immer besser zu werden.
Sein internationaler Durchbruch gelang ihm im Jahr 2000, als er beim ARD Internationalen Musikwettbewerb in München den ersten Preis gewann. Dieser Erfolg öffnete ihm die Türen zu den größten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt – von London bis New York, von Amsterdam bis Paris. Er sang Rollen, die man sich sonst nur in großen Opernklassen vorstellen kann: Aeneas in „Dido and Aeneas“, Onegin in „Eugene Onegin“, Yeletzky in Tschaikowskys „Pique Dame“ und Harlekin in „Ariadne auf Naxos“.
Klar, manchmal habe ich kurz gedacht, dass all das zu technisch und kühl klinge – aber dann erinnerte ich mich daran, dass hinter jeder Note eine Seele steckt, die den Zuhörer in den Bann zieht.
Ein besonderes Highlight seiner Karriere war 2006 der Auftritt als Leporello in Mozarts „Don Giovanni“ beim Feldkirch Festival. Da flossen die Emotionen fast so reichlich wie bei einem guten Glas Wein – ehrlich, da muss man sich fast etwas gönnen! Neben seiner Opernkarriere hat er sich auch als Konzert- und Liedsänger einen Namen gemacht. Seine CDs, unter anderem bei Orfeo, Oehms Classics und Harmonia Mundi, zeigen, wie vielseitig er ist.
Ich finde es faszinierend, wie er in der Lage ist, sowohl große, dramatische Opernpartien als auch intime Liedinterpretationen zu meistern. Das ist wie der Unterschied zwischen einem Orchester und einem Solo – beide beeindruckend, aber auf ganz eigene Art.
Seit 2009 lehrt er als Professor an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und gibt regelmäßig Masterkurse in Europa und Japan. Ich denke, das zeigt, dass er nicht nur den Blick für das Detail hat, sondern auch die Gabe, sein Wissen mit anderen zu teilen – und das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Zugegeben, manchmal stolpere ich über die Komplexität seiner Karriere, aber dann setze ich mich hin und höre mir einen seiner Aufnahmen an, und alles wird klar.
Am Ende bleibt mir nur zu sagen: Konrad Jarnot ist ein Künstler, der es versteht, Musik nicht nur zu präsentieren, sondern sie zu leben. Vielleicht regt sein Werdegang den einen oder anderen dazu an, an die eigene Leidenschaft zu glauben und den Mut zu haben, seinen eigenen Weg zu gehen.
Wie war es bei dir – hast du schon einmal einen seiner Auftritte erlebt und konntest du die Magie seiner Stimme spüren?
Zeitraum | Station | Funktion | Details |
---|---|---|---|
1972 | Brighton, UK | Geburtsort | Geburt des Künstlers |
ca. frühe 1990er | Guildhall School of Music and Drama, London | Gesangsstudium (bei Rudolf Piernay) | Grundausbildung im Gesang – Abschluss mit Goldmedaille |
ca. 1990er | Wigmore Hall, Hugo-Wolf Akademie & Bachakademie Stuttgart | Meisterkurs-Teilnahme | Erweiterte stimmliche Ausbildung u. a. unter Helmuth Rilling |
April 1996 | Diverse Wettbewerbe | Preisträger | Gewinn des Kathleen Ferrier Award sowie des Decca Prize – erste Anerkennung als vielversprechender Sänger |
Seit 1998 | Weiterbildung | Intensivstudium mit Dietrich Fischer-Dieskau | Vertiefung der Gesangstechnik nach dem Abschluss an der Guildhall School |
2000 | ARD Internationaler Musikwettbewerb, München | Erster Preis | Internationaler Durchbruch; öffnete Türen zu weltweiten Engagements |
? | Opernproduktion, London | Opernsänger | Rolle: Aeneas in "Dido and Aeneas" |
? | Opernhaus, Baden-Baden | Opernsänger | Rolle: Onegin in "Eugene Onegin" |
? | Opernhaus, Glasgow | Opernsänger | Rolle: Yeletzky in Tschaikowskys "Pique Dame" |
? | Garmisch (z. B. bei Festspielen) | Opernsänger | Rolle: Harlekin in "Ariadne auf Naxos" |
? | Monte-Carlo / Frankfurt | Opernsänger (konzertant) | Rolle: Amfortas in "Parsifal" (3. Akt) |
? | Madrid | Opernsänger | Rolle: Tambourmajor in "Wozzeck" (Gurlitt-Version) |
? | Savonlinna | Opernsänger | Rolle: Guglielmo in "Così fan tutte" |
? | Innsbruck | Opernsänger | Rolle: Pelléas in "Pelléas et Mélisande" |
? | Blaubeuren | Opernsänger | Rolle: Erzähler in "Die Legende von der schönen Lau" |
? | Urach | Opernsänger | Rolle: Madhavia in Schuberts "Sakontala" |
2006 | Feldkirch Festival | Opernsänger | Rolle: Leporello in Mozarts "Don Giovanni" – unter der Leitung von Thomas Hengelbrock |
2000 – heute | Weltweite Konzert- und Festivalbühnen | Konzert- & Liedsänger | Auftritte in renommierten Häusern wie Royal Opera House (London), Lincoln Center (NY), Concertgebouw (Amsterdam), Théâtre des Champs-Élysées (Paris), Wiener Konzerthaus, u.v.m. |
2000 – heute | Aufnahmeprojekte | Recording Artist | CDs und Rundfunkaufnahmen bei Labels wie Orfeo, Oehms Classics, Harmonia Mundi; u.a. Bach-Passionsaufnahmen und Liedreproduktionen (z. B. Strauss "Vier Letzte Lieder") |
Seit 2009 | Robert Schumann Hochschule Düsseldorf | Professor für Gesang | Lehrt Gesang mit Schwerpunkt Lied und Oratorium; gibt regelmäßig Masterkurse; Jurymitglied (z. B. beim ARD-Wettbewerb) |
Seit ca. 2009 | Internationale Masterkurse & Workshops | Masterclass-Leiter | Dozententätigkeit in Europa und Japan, Förderung des Nachwuchses |
Die Veröffentlichung „Wagner/Liszt: Lieder“ von Konrad Jarnot und Alexander Schmalcz bei OehmsClassics fasziniert mich besonders. Sie erschien am 30.05.2007 und zeigt eindrucksvoll, wie beide Komponisten – Wagner und Liszt – ihre Lieder als Sprachbilder und emotionale Ausdrucksformen gestalten.
Man spürt die detailreiche Auseinandersetzung mit den Texten, sei es bei den dramatischen Wesendonck-Liedern von Wagner oder den virtuosen Klavierfiguren bei Liszt. Jarnot, der als einer der führenden Liedsänger seiner Generation gilt, bringt mit seiner warmen, eindringlichen Stimme die unterschiedlichen Facetten dieser Werke zur Geltung.
Dabei verleihen Schmalcz' einfühlsame Klavierbegleitung und präzise Interpretation den Aufnahmen zusätzlichen Ausdruck. Zusammen schaffen sie ein Hörerlebnis, das sowohl intellektuell als auch emotional berührt.
Die Veröffentlichung „Mozart – Lieder aus drei Generationen“ entführt den Hörer in die facettenreiche Welt von Mozarts Liedkunst. Das Album vereint Interpretationen von Sängern, die in unterschiedlichen Epochen verwurzelt sind, und schafft so einen spannenden Dialog zwischen Tradition und zeitgemäßer Interpretation.
Man spürt förmlich, wie die feinen Nuancen der Kompositionen durch die einfühlsame Klavierbegleitung und die stimmlich ausdrucksstarken Darbietungen lebendig werden.
Ich meine, es ist fast so, als ob jede Generation ihre eigene Handschrift in die Lieder einbringt – ein kleiner, fast umständlicher Moment, den man erst richtig zu schätzen weiß, wenn man genauer hinhört.
Dabei verliert der ursprüngliche Zauber Mozarts keineswegs an Wirkung. Dieses Werk lädt den Hörer ein, die emotionale Tiefe und die zeitlose Schönheit der Lieder neu zu entdecken und über die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart nachzudenken.